Hochwasserschutz Langäcker, Messenriet und Tollenmatt

Die Wohn- und Gewerbegebiete Langäcker und Messenriet sowie das Industriegebiet Tolematt waren in der Vergangenheit durch Hochwasserereignisse betroffen. Die im Jahr 2012 vom Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau genehmigte Naturgefahrenkarte weist in diesen Gebieten denn auch eine Überflutungsgefahr aus.

Die Gemeinde Gachnang hat ihre Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren wahrgenommen und hat in der Folge eines Ereignisses im Jahr 2008 entschieden, geeignete Massnahmen zum Schutz des Siedlungsgebiets auszuarbeiten. In einem Variantenstudium wurde geprüft, wie die Hochwasserabflüsse aus dem Einzugsgebiet schadlos in den Tegelbach abgeführt werden können. Es wurden die Varianten „Neubau bestehende Eindolung“, „Rückhaltemassnahmen“ und „Hochwasserkorridor mit Objektschutz“ untersucht. Nach dem Variantenentscheid in Absprache mit den verantwortlichen Stellen beim Kanton wurde durch das Ingenieurbüro Meier und Partner AG in Weinfelden ein Bau- und Auflageprojekt ausgearbeitet. Es beinhaltet folgende bauliche Massnahmen:

-          Grobrechen und kleine Dämme bei Einläufen in die bestehende Eindolung

 -          Sanierung eines Dolenabschnitts

 -          Bachöffnung und Renaturierung des Oberwilerbachs im Groossholz

-          Hochwasserkorridor durch das Gebiet Messenriet (Objektschutzmassnahmen)

-          Bachdurchlass Industriegeleise Ricoter

-          Hochwasserkorridor im Industriegebiet Tollenmatt (Objektschutzmassnahmen)

Dem Antrag für einen Bruttokredit von ca. CHF 1.38 Mio. für die Hochwasserschutzmassnahmen wurde an der Gemeindeversammlung vom Juni 2015 mit grossem Mehr zugestimmt. Von diesen Bruttokosten übernehmen Bund und Kanton ca.  60%. Diese Mitfinanzierung bedingt, dass das Projekt den Qualitätsanforderungen von Bund und Kanton entspricht, was durch eine enge Projektbegleitung durch das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau sichergestellt wurde. An die 40% Restkosten für die Politische Gemeinde Gachnang leistet die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft im Rahmen ihres Engagements für die Naturgefahrenprävention einen Beitrag von einem Drittel beziehungsweise maximal CHF 177'000 aus ihrem Überschussfond. 

Vorarbeiten für das Projekt haben im Juli, die eigentlichen Massnahmen am 14. August 2017 begonnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Dezember dieses Jahres abgeschlossen.

Das Bild zeigt den Generalagenten Ernst Nüesch der Mobiliar-Niederlassung Frauenfeld bei der Checkübergabe an Gemeindepräsident Matthias Müller anlässlich des Spatenstichs - vielen Dank für den grosszugigen Beitrag. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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