Fledermausschutz: Ansprechperson

„Grüezi, mir hend bi üs e Fledermüsli gfunde“. So tönt es bereits häufig beim lokalen Fledermausschützenden. Wir sind dieses Jahr bereits wieder aktiv mit Beraten, wenn eine Fledermaus in Not ist oder ein neues Quartier entdeckt wird.

 

Der Lokale Fledermausschutz hat bald Hochsaison. Denn ab Juni werden die ersten Fledermausbabies zur Welt kommen. Dann bricht für die Mütter, die sich zu Wochenstuben zusammenschliessen, eine strenge Zeit an. Denn neben der nächtlichen Mückenjagd stillen sie ihre Kinder mit Muttermilch,  putzen und pflegen sie fleissig. Damit die Kleinen besser überleben, kuscheln sie sich in ihrer Kindheit mit vielen anderen kleinen Fledermäusen zusammen um sich schön warm zu geben. So wachsen sie besonders gut heran.

 

In Ihrer Gemeinde haben wir leider noch keine Bezugsperson für den Fledermausschutz. Sollten Sie interessiert sein, sich für die Fledermäuse und deren Schutz vor Ort aktiv zu engagieren, dann melden Sie sich bei der Thurgauischen Koordinationsstelle für Fledermausschutz.

 

Wir von der Thurgauischen Koordinationsstelle für Fledermausschutz sind ihnen dankbar, wenn sie uns neue Fledermausquartiere aus ihrer Gemeinde melden. Wir werden versuchen, zu bestimmen, welche der 20 thurgauischen Fledermausarten sich dort niedergelassen hat. Vielleicht lebt gerade in ihrem Haus eine sehr seltene Fledermausart. Wählen Sie also folgende Nummer: 071 422 82 47 (im Notfall können Sie auch die Thurgauische Koordinationsstelle für Fledermausschutz 077 406 50 84 anwählen)

 

Wenn man bedenkt, dass eine einzige Fledermaus jede Sommernacht zwischen zwei bis drei Tausend Insekten verspeist, können sie sich freuen eine Kolonie zu beherbergen. Sie werden spürbar von weniger Mücken und anderen nachtaktiven Insekten geplagt. Eine grössere Kolonie kann pro Jahr gut und gerne Millionen von Mücken, Nachtschwärmern, Maikäfer oder Fliegen vertilgen.

 

Bei Umbauten steht ihnen der Fledermausschutz gerne beratend zur Seite, wenn bestehende Quartiere gerettet oder neue eröffnet werden sollen. Meist braucht es nur geringfügige bauliche Massnahmen, die zu berücksichtigen sind, um ein Quartier zu erhalten und ein friedliches Zusammenleben mit dem Hausbesitzer zu ermöglichen. Für Neubauten gibt es kostengünstige Bausteine, die in sich geschlossen in die Fassade eingebaut werden können. Denn Fledermäuse sind meist unproblematische Untermieter, da sie nie Materialien ins Quartier eintragen und die Wärmedämmung des Hauses in Ruhe lassen.

 

Der Fledermausschutz kümmert sich aktuell auch um die Lebensbedingungen der Langohrfledermaus, einer stetig seltener werdenden Fledermausart, die im Thurgau heimisch ist und auch Junge grosszieht. Wir wollen möglichst viel über ihre Verbreitung wissen. Nur so können langfristig ihre Überlebenschancen im Kanton verbessert werden.

 

Die nächsten öffentlichen Aktivitäten des Thurgauischen Fledermausschutzes können Sie auf unserer Internetseite www.fledermausschutz-tg.ch nachlesen. Es werden dieses Jahr wieder verschiedenste Exkursionen, auch in Ihrer Nähe, stattfinden.

 

Falls sie selber den Fledermausschutz unterstützen wollen, können sie auf verschiedene Arten mitwirken:

 

Melden sie Quartiere, die bei ihnen oder bei Nachbarn entdeckt werden. Helfen sie aktiv dem lokalen Fledermausschützenden. Oder unterstützen sie uns finanziell, um den Fledermäusen helfen zu können (Fledermausschutz Thurgau, 9220 Bischofszell, IBAN CH24 8141 7000 0046 2114 8).

 

Für die Kinder gibt es zudem den Flatter-Express, der zwei bis drei Mal im Jahr kindsgerecht erzählt, was im Thurgauer Fledermausschutz läuft. Auch Erwachsene lesen ihn gerne. Er kann via Mail auf flatter-express@bluewin.ch kostenlos bestellt werden.

 

Thurgauische Koordinationsstelle für Fledermausschutz, Franziska und Marius Heeb, 071 422 82 47

 

 


Meldung druckenText versendenFenster schliessen